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In Zeiten von Corona ist alles anders. Arbeit, Freizeit, Einkaufen und auch unser Gruppentreffen. Inzwischen hat auch die letzte Gruppe Treffen in Präsenz längst eingestellt. Dennoch wollen wir uns Treffen ……. und jetzt sind wir aktiv, digital aktiv.
Am Anfang standen zahlreiche WhatsApp Gruppen, doch den meisten Gruppen wurde mit zunehmender Pandemiedauer klar, das reicht uns nicht. Suchtselbsthilfe lebt davon einen persönlichen Kontakt mit den Gruppenmitgliedern zu haben. Gremiensitzungen wie Vorstandsrunden und virtuelle Treffen mit den Gruppensprechern wurden etabliert, doch die vielen Mitglieder in den Gruppen hatten wenig davon. Der anfängliche Unmut über Verbote und Vorschriften wich langsam, aber sicher einer Form von Verzweiflung. Schließlich sind die wöchentlichen Treffen mit der Gruppe für viele ein fester Baustein in ihrem Bestreben nach einer zufriedenen Abstinenz geworden. Das Resultat war für eine ganze Reihe von Gruppen der Weg auf die digitale Ebene. Zoom, Team Link und wie sie alle heißen, nicht wenige machten sich auf den digitalen Weg und verlagerten ihre Gruppentreffen ins Internet. Anfangs mit technischen Schwierigkeiten, hier haben sich die Weggefährten teilweise gegenseitig geholfen und selbst Gruppenmitgliedern jenseits der 70 durch Hardwarespenden oder auch einfach das Einrichten der entsprechenden Software unterstützt. Es machen nicht alle mit, aber für den der möchte, ist ein Angebot vorhanden.
Offenes Angebot
Gerade für Menschen, die „frisch“ aus einer Therapie zurückkommen, oder die einfach abstinent werden wollen, ist es momentan besonders schwierig. Darum, und um allen Mitgliedern des Kreuzbundes in Rheine die Möglichkeit zum Gespräch zu bieten, hat sich eine offene Gruppe die auch über PC, Tablet oder Smartphones zugängliche Plattform Team Link gebildet. Jeden Sonntag von 11 – 12 Uhr bietet sich so ein offener Treff, bei dem jeder herzlich eingeladen ist, zum Quatschen, zum Kennenlernen, über seine Sorgen und Nöte zu sprechen und gewohnten Kontakte aufrechthalten. Wir wollen für einander da sein. Es geht nicht um den Ersatz einer Therapie, sondern um ein niederschwelliges Angebot für Hilfesuchende. Wer einmal zuhören oder mitmachen möchte, kann einfach eine E-Mail an den Kreuzbund Stadtverband Rheine schreiben und erhält auf Nachfrage die Zugangsdaten und ggf. eine Hilfestellung bei der Einwahl.
Wir bleiben im Gespräch, wir bieten Unterstützung und Hilfe für Betroffene und auch für Angehörige.
Frank Braun, Gruppe St. Josef I, Rheine
Klemens Holthaus, Schriftführer beim Stadtverband

TeamLink